Tinnitin

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GEBRAUCHSINFORMATION

 

Tinnitin - Ampullen

Z.Nr.: 1-22269

 

Zusammensetzung

Arzneilich wirksamer Bestandteil:

1 ml Lösung enthält 20 mg Caroverin als Hydrochlorid. 1 Ampulle zu 8 ml enthalt 160 mg Caroverin.

Sonstige Bestandteile:

Wasser für Injektionszwecke.

 

Arzneiform

Lösung Zur Injektion und Infusion

 

Packungsgrößen

1 Ampulle zu ß ml, 5 Ampullen zu 8 ml.

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Caroverin ist eine Substanz mit direkter krampflösender Wirkung auf die glatte Muskulatur. Die glatten Muskeln sind für die Bewegungen der Hohlorgane im Körper wie Magen-Darm-Trakt, Gallenwege, Niere

und Blase, weibliche Geschlechtsorgane und der Blutgefäße verantwortlich. Eine übermäßige Anspannung dieser Muskeln kann krampfartige Beschwerden und Schmerzen auslösen. Caroverin löst derartige übermäßige Muskelanspannungen ohne die normale Funktion der glatten Muskulatur zu verändern.

 

Pharmazeutisches Unternehmen

Phafag Pharma Research & Trading GmbH, Graz

Anwendungsgebiete

Krampfzustände aller Hohlorgane, des Magen-Darm-Traktes, des Gallenwegsystems (Gallenkoliken der harnableitenden Wege (Nierenkoliken) und im Bereich des weiblichen Urogenitaltraktes:

bestimmte Formen von Bronchialspasmen und Gefäßspasmen (z.B cerebrale Durchblutungsstörungen);

beim cochleär·synaptischen Tinnitus (Ohrgeräusche wie bei Schwerhörigkeit im Alter, Lärmschwerhörigkeit, Hörsturz, sensoneurale-cochleäre Hörstörungen und bei normalem Gehör) liegen an einer kleinen Patientenzahl günstige Erfahrungen vor.

Gegenanzeigen

Bel bekannter Überempfindlichkeit gegen Caroverin, akuten Magen- oder Darmgeschwüren, sowie bei Kindern unter 3 Jahren dürfen Tinnitin-Ampullen nicht angewendet werden.

Vorsicht ist geboten bei Gastritis (Magenentzündung), Leberschäden und starken Miktionsstörungen (Störungen beim Harnlassen).

 

Schwangerschaft und Stillzeit

Im Tierversuch war Caroverin nicht fruchtschädigend. Es gibt nur wenig Erfahrung zur Anwendung bei schwangeren Frauen, weshalb Tinnitin - Ampullen bei Schwangeren nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden dürfen. Da nicht bekannt ist, ob Caroverin in die Muttermilch übergeht, ist vor Anwendung von Tinnitin abzustillen.

 

Anwendung bei Kindern

Tinnitin- Ampullen sollen nicht bei Kindern unter 3 Jahren angewendet werden.

 

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und besondere Warnhinweise

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, oder wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Die intravenöse Gabe (Injektion in eine Vene) soll langsam erfolgen. Die Intraarterielle Anwendung (Injektion in eine Arterie) muß vermieden werden, da Gefäßschaden zu erwarten sind.

Tinnitin - Ampullen dürfen nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Bel ersten Anzeichen von Nebenwirkungen informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt

 

Art der Anwendung und Dosierung

Zur langsamen Intravenösen (in eine Vene) oder intramuskulären (in einen Muskel) Injektion oder langsamen intravenösen Infusion - unverdünnt oder verdünnt mit 5 %-iger Glucoselösung oder physiologischer Natriumchlondlösung.

Bei Spasmen (Krämpfen): Im akuten Anfall 40-80 mg Carovenn (entsprechend 2-4 ml Lösung) langsam Intravenös oder intramuskulär (möglichst am liegenden Patienten). Die Injektion kann im Bedarfsfall nach einem kurzen Intervall WIederholt werden.

Bei cerebralen Durchblutungsstörungen: 240 mg Caroverin, in Sonderfällen biS 400 mg Caroverin (entsprechend 12-20 ml Lösung) als Infusion In 500 ml 5 %-iger Glucoselösung oder physiologischer Natriumchloridlösung. Infusionsdauer im Durchschnitt eine Stunde, bel höheren Dosen DauerinfusIonen über 24 Stunden; insgesamt 10 bis 15 Infusionen.

Bei Tinnltus (Ohrgeräusch): Es Ist individuell zu dosieren.

60-160 mg Caroverln in 100 ml physiologischer Natriumchloridlösung als langsame kontrollierte Intravenöse InfusIon (2-3 mi/Minute) bis zur maXimalen Besserung der Tinnltus-Symptome. Weitere Gaben können zur Verschiechterung der Symptomatik führen.

 

Nebenwirkungen

Hautrötungen, BenommenheIt sowie geringfügige Bluldrucksenkung sind mögliche Nebenwirkungen. In Einzelfällen = kann es bel hohen Dosen und rascher Applikation zu einer vorübergehenden strikten Blutdrucksenkung mit dem Risiko eines Kreislaufkollapses kommen.

 

Wenn Sie Nebenwirkungen bei Sich beobachten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind, teilen

Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit

 

Verfalldatum und Lagerung

 

Verfalldatum beachten. Nach Überschreiten des Verfalldatums nicht mehr verwenden. Nicht über 25 °C lagern. Lichtschutz erforderlich.

 

Stand der Information:

März 2006

Bei Unklarheiten fachliche Beratung einholen